Rollen

Ein Toastmaster kann in viele Rollen schlüpfen

An einem Toastmasters-Abend kommen außer den Rednern auch noch viele andere Funktionsinhaber zu Wort. Wir stellen hier die wichtigsten Funktionen und Ämter des Abends vor:

Moderator (Toastmaster des Abends)

Der Toastmaster des Abends führt durch das Treffen. Daher bereitet er das Treffen vor, motiviert die Mitglieder zum Treffen zu kommen und weiß, wer an seinem Abend eine Rede halten möchte. Am Abend selbst übernimmt er nach der Ansprache des Präsidenten, erklärt die Agenda und stellt weitere Rollen vor. Er moderiert jeden Redner an und behält die Zeit im Auge.

Zeitnehmer

Der Zeitnehmer hat eine Stoppuhr und ein Ampel (Grün, Gelb, Rot). Damit misst er die Zeit all Jener, die auf der Bühne stehen. Denn zu einem erfolgreichen Auftritt gehört auch ein gutes Zeitmanagement. Am Beispiel der vorbereiteten Redner: Eine reguläre Rede soll zwischen fünf bis sieben Minuten dauern. Die Redezeit stoppt der Zeitnehmer und nach fünf Minuten schalte er die Ampel auf grün, um dem Redner zu signalisieren, dass bereits fünf Minuten vorbei sind. Nach sechs Minuten wird die Ampel auf gelb gestellt und nach sieben dann auf rot. Jetzt hat der Redner noch maximal dreißig Sekunden, um zum Schluss zu kommen.

Füllwortzähler (Äh-Zähler)

Fast jeder Mensch nutzt Füllwörter in seiner Sprache. Bei Toastmasters versuchen wir, möglichst keine Ähs, Öhs, Hmms und andere Füllwörter zu verwenden. Daher ist der Füllwortzähler mit einer Klingel ausgerüstet und klingelt bei den ersten drei Füllwörtern einer Rede, um darauf aufmerksam zu machen. Außerdem notiert er, welches Mitglied wie viele Füllwörter nutzt und berichtet darüber am Ende des Abends. Dazu zählen auch folgende Wörter, wenn sie häufig wiederholt werden: „So“, Soso“, „Also“ „jaja“ und andere.

Quizmaster (Zuhörer)

Der Quizmaster notiert sich das Treffen über Fragen zu den Reden und anderen Wortbeiträgen und stellt sie ganz zum Schluss dem Publikum. So zeigt sich, was wirklich im Gedächtnis geblieben ist.

Stegreifredenmoderator

Bei Toastmasters geht es nicht nur um vorbereitete Reden, auch Stegreifreden werden geübt. Daher bereitet der Stegreifredenmoderator vier bis fünf Fragen vor, die jeder beantworten können sollte. Er stellt die Frage und bittet dann eines der Mitglieder um eine Antwort darauf, die ein bis zwei Minuten dauern sollte. Da es sich dabei auch um eine Rede handelt, sollte diese eine Einleitung, einen Hauptteil und einen Apell oder eine Botschaft am Schluss enthalten. Mitglieder dürfen dies nicht ablehnen. Gäste hingegen können teilnehmen, müssen aber nicht. Eine dreißig-sekündige Vorbereitungszeit (Nachdenken über die Frage) ist dabei jedem erlaubt.

Bewerter

Bei Toastmasters ist konstruktives Feedback geben eine Kultur. Neben der kurzen schriftlichen Rückmeldung, die jeder Zuhörer den vorbereiteten Rednern nach ihrer Rede geben kann, ist eine Person für die Bewertung hauptverantwortlich. Sie bespricht dies vorher mit dem Redner, hört ganz genau zu und macht sich Notizen. Anschließend bewertet sie in bis zu drei Minuten die Rede mündlich und gibt ein wertschätzendes Feedback.

Sprachstilbewerter

Der Sprachstilbewerter achtet auf die Wortwahl der Redner. Er weist in seinem Bericht auf unschöne Satzkonstruktionen oder Umgangssprache hin. Hauptsächlich hebt er Wortspiele, sprachliche Höhepunkte oder passend verwendete rhetorische Elemente hervor. Zusätzlich darf er ein „Wort des Tages“ wählen, welches von alle Akteuren des Abends möglichst häufig in ihre Beiträge eingebaut wird.

Gesamtbewerter

Weiter geht es mit einem allgemeinen Feedback. Zusätzlich zu den Redebewertungen gibt der Gesamtbewerter all jenen eine Rückmeldung, die bis dahin noch keine erhalten haben. Dazu gehören der Moderator des Abends, der Stegreifredenmoderator und die Bewerter. Außerdem bewertet er die Struktur und den Ablauf des Abends.

Witz des Abends

Damit der Abend nicht zu ernst startet, ist die erste freie Rede des Treffens ein Witz, erzählt von einem der Teilnehmer.